Bevor die Ortsumfahrung für den Verkehr freigegeben wurde, übte dort die FW noch den Ernstfall. Zunächst folgte ein theoretischer Dienst und danach befuhr man die B10. Die Örtlichkeit wurde in Augenschein genommen. Es folgte ein weiterer Dienst nur mit den Gruppenführern und den Maschinisten. Hier wurden die Anfahrwege im Einsatz sowie das Aufstellen der Fahrzeuge besprochen und geübt. Auch wurde die Ausrückefolge der Fahrzeuge im Alarmfall besprochen. Sehr wichtig war hierbei auch das Üben der richtigen Absicherung einer Unfallstelle. Es handelt sich bei der Ortsumfahrung ja um eine Schnellstraße, bei der eine Geschwindigkeit bis 120 km/h erlaubt ist. Hierauf ist besonderes Augenmerk zu richten. Denn die Sicherheit der Einsatzkräfte hat oberste Priorität.
Für jeden Zug wurde je noch ein Übungsabend durchgeführt. Dieser wurde so gestaltet, dass es auf der B10 einen Unfall gegeben hat. Den Kräften wurde jeweils nur die Fahrtrichtung mitgeteilt, wo der VU sein sollte. Sie mussten nun Anfahren und an der Einsatzstelle die jeweiligen notwendigen Schritte einleiten. Die Unfälle wurden je mit zwei Schrottautos in Szene gesetzt. So konnte realitätsnah geübt werden, denn es galt, eingeklemmte Personen aus den Autos zu befreien. Hinterher wurde dann die komplette Übung nochmals durchgesprochen und jedem vermittelt, auf was besonders zu achten ist. Wie die Übungen gezeigt haben, ist ein VU in Fahrtrichtung Ulm, innerhalb des Bereichs mit der Lärmschutzwand, eine große Herausforderung für die FW. Es steht ja nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Dieser bietet aber nicht genügend Arbeitsfläche, falls schweres Gerät wie Schere und Spreizer benötigt werden. Eine Sperrung der linken Gegenfahrbahn ist im Ernstfall daher unumgänglich. Natürlich hoffen alle Kameraden, dass sie niemals auf der B10 gebraucht werden. Das Üben dort war aber sehr wichtig und letztlich auch lehrreich.


M.Dl.