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Zur gleichen Einsatzstelle ging es für die FW. Nun dauerte der Einsatz aber länger. Bei ihren Ermittlungen fand die Polizei verschiedene Chemikalien im Keller des Hauses. Sie zog Spezialisten des Landeskriminalamtes zur Hilfe. Diese stellten fest, dass es sich teilweise um gefährliche Stoffe handelt. Daraufhin forderten sie die FW an. Nach Absprache wurde ein Absperrbereich festgelegt. Es wurde ein dreifacher Brandschutz aufgebaut. Das HLF bezog in der Friedrich-, das LF16 in der Bahnhofstraße Stellung. Von der Leitstelle wurde der Kreisbrandmeister und wegen eventueller Evakuierungen die Schnelleinsatzgruppe des DRK alarmiert. Sie bezog ebenfalls in der Bahnhofstr. Stellung. Nach weiteren Untersuchungen und Analysen durch das LKA war klar, dass explosive Stoffe dabei waren. Diese sollten nun abgefahren und kontrolliert gesprengt werden. Man beschloss, dies auf freiem Feld zwischen alter und neuer B10, Richtung Süßen, zu unternehmen. Hierzu wurde das LF16 aus dem Brandschutz heraus gelöst. Es fuhr zusammen mit dem Polizeifahrzeug und einem RTW zur vereinbarten Sprengstelle. Bis an die Einsatzstelle hörbar waren die Explosionen der Stoffe. Währenddessen wurde an der Einsatzstelle über den Abtransport der restlichen Chemikalien gesprochen. Von Vorteil war hier, dass die FW Gingen einen Chemiefachberater in ihren Reihen hat. Nach der Sichtung der Chemikalien war klar, dass von diesen, in ihrem derzeitigen Zustand, keine Gefahr ausgeht. Ebenfalls über einen Gingener FW Kameraden konnten dann schnell, von der Werkfeuerwehr WMF, Kunststoffäser zur Einbringung der Chemikalien beschafft werden. Während des Ausräumens der Chemikalien wurde dann aber nochmals ein explosiver Stoff gefunden. So musste nochmals zum Sprengen gefahren werden. Als schließlich alle Chemikalien verpackt und im MTW verladen waren, fuhr man unter der Eskorte von drei Kripofahrzeugen zu dessen Standort nach Göppingen. Hier wurde das Material ausgeladen und übergeben. Nach der Rückkehr im Magazin wurde die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt. Um 1:27 Uhr konnte der Leitstelle Einsatzende gemeldet werden. Anwesende Kameraden: 25 Einsatzkräfte, davon 1 im Funkraum. Fazit: Das war der wohl spektakulärste Einsatz in der Geschichte der FW. Glücklicher weise verlief er Reibungslos. Die Zusammenarbeit mit der Polizei (Kripo) war sehr gut.
M.Dl.