Bei Verladearbeiten auf einer Wiese hatte sich ein Heurundballen gelöst und war das abschüssige Gelände hinabgerollt. Auf den weiter unten verlaufenden Schienen stieß dann ein Zug Richtung Ulm mit diesem zusammen. Der Zug kam ca. 1,5 km später zum Stehen und war nicht mehr fahrbereit. Ein in Richtung Stgt. fahrender Güterzug konnte noch rechtzeitig vor dem verteiltem Heu halten. Als die FW eintraf, ging man zunächst davon aus, dass lediglich das Heu beseitigt werden muss. Nach erfolgter Erkundung stellte sich dann heraus, dass der verunfallte Zug nun aber ohne Strom und damit auch ohne Klimaanlage war.
Aufgrund der hohen Außentemperaturen stieg in den Wagen die Temperatur jetzt auch an. Weiter erhielt man die Auskunft, dass sich ca. 300 Fahrgäste im Zug befinden. Die Bundespolizei, welche für die Bahn zuständig ist, war mit einem Hubschrauber mit zwei Mann vor Ort. Diese forderte über die FW einen Rettungswagen und einen Notarzt an. Als diese dann vor Ort waren, ordneten sie die Evakuierung des Zuges an. Daraufhin wurde von der Leitstelle die SEG des DRK alarmiert. Von Gingener Seite wurden mit dem MTW vorab Getränke zur Einsatzstelle gefahren. Da in Kuchen einige Kameraden in ihrem Magazin waren und den Einsatz über Funk mit bekamen, boten spontan ihre Hilfe an und brachten ebenfalls Getränke zum stehenden Zug. Zusammen mit den zwei anwesenden Zugbegleitern wurde dann über eine Türe der Zug kontrolliert evakuiert. Vom eingetroffenen SEG wurde beim Radweg zwischen Gingen und Kuchen ein Sammel- und Betreuungsplatz eingerichtet. Von Seiten des Notfallbahnmanagers wurden die Weiterfahrt der Fahrgäste sowie die Bergung des kaputten Zuges organisiert. Der Einsatz verlief geordnet und reibungslos. Das Zusammenspiel der verschiedenen Organisationen klappte sehr gut. Ein Dank gilt hier nochmals den Kuchener Kameraden für ihre spontane Hilfe. Für Gingen war der Einsatz um 19:41 Uhr beendet. Anwesende Einsatzkräfte: 17 Kameraden, davon 4 in Bereitschaft.
M.Dl.